Ob sich die Sehnsucht vererbt

Das ist ein biographischer Kurzfilm in dem Life Action Film mit Animation kombiniert wird von Gitte Hellwig, für den sie in ihrer eigenen Familiengeschichte recherchiert hat. Die historischen Fakten sind vermischt mit poetischen Elementen, sodass die Frage gestellt wird, wie wir uns eigentlich erinnern. Vielleicht sind es nur Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um zumindest ein Gefühl von Kontinuität und Sinn in unserem Leben und unserer Vergangenheit zu erzeugen, und die wir mit jedem Mal neu Erzählen modifizieren.

Gitte nennt diese Art von Mischtechnik, die sie damit neu erfunden hat, Essay Film. Es ist ihr Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg.

 

Ich habe das fertige Werk jetzt schon ein paar mal gesehen, aber ich finde es immer noch Wahnsinn, wie sie es geschafft hat, aus ein paar Schwarzweiß Fotos und Schnipseln eine dichte Erzählung zu schöpfen und mit ein paar hineingewebten Animationen Gefühle aus der Vergangenheit zum Leben zu erwecken.
Ich habe dafür einige schwimmende Meerjungfrauen animiert, die dann wieder heraus geschnitten wurden aus editorischen Gründen. Das war natürlich nicht alles, ich habe an noch ein paar mehr Stellen in dem Film als Animator mitgewirkt. Deshalb werden wir beide mit diesem Film dieses Jahr auf Filmfestivals touren und die Früchte unserer Arbeit ernten.
Zunächst einmal geht es im März nach Frankreich, auf die Fête de l’Anim in Lille.

 

 

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