Der Wahre Oktober

Auf MaximFilm steht immer Neues über Katrin Rothe’s jüngste Projekte. Bei “Der Wahre Oktober”, einem animierten Dokumentar Film über die Russische Revolution im Oktober 1917, war ich als Stoptrick Animatorin bei der Entstehung beteiligt. Der Film kommt günstigerweise genau in diesem Jahr heraus, wenn die Revolution 100 Jahre alt wird. Ich denke, sie hat maßgeblich das 20ste Jahrhundert mit beeinflusst, was auch die Form unseres Jetzt und Hiers mit bestimmt, deshalb freue ich mich, dass ich bei so einem dokumentarischen Projekt mit dabei sein konnte. Im Oktober wird der Film dann auf Arte im Fernsehen ausgestrahlt.

Letzte Woche hatte der Langspiel Film seine deutsche Kinopremiere an der Volksbühne im Rahmen des “Achtung Berlin” Festivals. Das Kino war proppenvoll, und als nach der Vorstellung noch im Foyer gefeiert wurde, gab es viele Diskussionen über den Film, und auch darüber, dass wir gerade vielleicht zum letzten Mal die Volksbühne in ihrer jetzigen Form erleben konnten. Mal sehen, was durch einen Wechsel der Intendanz weiter so passieren wird. Weiter gefeiert wurde im Keller in der Kantine des Theaters, zu der man durch einen echten antiken Ubahnwagon mit Holzsitzen kommt, der an der Metrostation Stalingrad steht. Ja, in der Hinterbühne der Volksbühne befindet sich eine Ubahnstation namens Stalingrad, die eigentlich in Paris sein sollte. Vielleicht wurde die Station in Paris umgebaut und modernisiert, und die alte Station durfte nach Berlin umziehen. Sie ist aber meines Wissens nach nicht benutzbar. Zumindest saßen wir eine Weile lang in dem kleinen Wagon, in dem noch alte Aschenbecher aus Holz an den Fenstern angebracht sind, ein Relikt aus der Zeit, als wirklich alle und Jeder noch überall geraucht haben, vor Allem in französischen Filmen, und wir saßen da und es bewegte sich nichts.

 

 

 

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